Dallas

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Auch wenn wir durch die Ansage des Piloten mit Turbulenzen gerechnet hatten, hätten wir nicht erwartet, dass sich durch die rauen Flugbedingungen ein Teil des Gepäckfaches löst und Lukas auf den Kopf fällt. Perfekte Wohlfühlbedingungen auf einem mehrstündigen Flug…
Nachdem wir das Unwetter aber überstanden hatten, wurden wir mit einem tollen Blick auf die Rockies belohnt:

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Am Flughafen angekommen fiel uns auf, dass Dallas wohl einer der ruhigsten amerikanischen Städte ist, welche wir auf unserer Reise bisher kennenlernen durften.
Obwohl wir die erste Nacht im Zentrum der Stadt verbracht haben, waren die Straßen so gut wie leergefegt.

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Dafür waren die Leute die wir getroffen haben umso freundlicher, nicht so direkt und unpersönlich wie viele an der Ost- und Westküste… Obwohl das natürlich Meckern auf hohem Niveau ist.


Am zweiten Tag ging es sofort nach Rowlett, wo wir uns direkt mit der Schulleiterin der Rowlett High-School – Michelle Bounds – über die Vorstellungsmöglichkeiten innerhalb der nächsten Tage austauschten. Die RWS ist übrigens die Partnerschule unserer ehemaligen Schule: dem Fürstenberg-Gymnasium. Schnell stellte sich heraus, dass Mittwoch einiges auf uns zukommen würde. Diese Annahme bestätigte sich dann auch, nachdem wir insgesamt 130 Schülern aus 6 verschiedenen Klassen unser Projekt und die Technik vorstellen durften.
Ein paar kleine Pausen gab es natürlich auch. So führte uns die Biolehrerin Shelley Meyers in ihr Klassenzimmer, um uns ihre Tier- und Reptiliensammlung zu zeigen. Lukas wurde dabei fast das Opfer einer Würgeschlange.

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Da Philipp und Lukas außerdem schon vor knapp drei Jahren im Kontext eines Schüleraustausches an der Rowlett High-School waren, konnten sie auch einige bekannte Gesichter wiedersehen.


Am nächsten Tag ging es im selben Tempo weiter. Diesmal war außerdem auch eine Redakteurin der Regionalpresse da. Man kann nur hoffen, dass Sie nicht unsere Namensschilder als Quelle benutzt hat. Philipp hatte Aufgrund eines Missverständnisses nämlich einen neuen Nachnamen:

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Neben den normalen Klassen kamen des Weiteren noch andere interessierte Schüler dazu. Der Besuch der „Three Germans“ sprach sich anscheinend relativ flott herum.
Insgesamt hatten wir also zwei tolle und produktive Tage in Rowlett.


Am Donnerstag ging es dann zur Lake View Centennial High-School. Wieder einmal derselbe Aufbau: Drei Deutsche Abiturienten mit einem Koffer voll Technik in der Bücherei. Da die Klassen hier jedoch etwas spontaner vorbeischauten, hatten wir keine festeingeplanten Pausen. So kam es schon mal vor, dass wir von zwei drei Schülern bei einem kleinen Nickerchen aufgeweckt werden mussten. Die Stimmung hat das in jedem Fall gelockert! Wer nicht ganz nachvollziehen kann, warum wir eine 15-minütige Pause zum Schlafen nutzten, muss bedenken, dass wir jeden Morgen bereits um fünf Uhr aufstehen mussten, um den Aufbau der Technik vor Unterrichtsbeginn zu schaffen.


Letzter Wochentag, letzte Schule: Freitag waren wir an der North Garland High-School, welche besonders einen naturwissenschaftlichen Unterrichtsfokus hat. Perfekt also für Physik-Module im Cyber-Classroom oder Virtual-Reality-Lernsoftware zu den Themen Herz, Fotosynthese oder Kunststoffe. Neben dem Interesse für die futuristischen Lernmethoden waren die Schüler hier außerdem außergewöhnlich stark an unserem Projekt interessiert. Wir hatten ein paar gute Gespräche! Was für viele besonders sonderbar war, war der Fakt, dass sich viele deutsche Schüler zwischen Abitur und Hochschule beziehungsweise Universität ein Jahr freinehmen. Hierzulande scheint ein direkterer Bildungsweg wohl üblicher zu sein.
Mit knapp acht Stunden Präsentationszeit plus anderen Arbeiten pro Tag, war diese Wochen wohl eine der anstrengendsten der Reise – ebenso aber auch eine der interessantesten. Und bei der hiesigen Gastfreundschaft bleibt man auch gerne Mal ein wenig länger in der Schule!


Jetzt übers Wochenende geht es für uns dann noch darum einen Termin beim städtischen Naturwissenschaftsmuseum zu ergattern.

Wir halten euch auf dem Laufenden!

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