Ab in die Hauptstadt!

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Obwohl wir auf unserer Walz schon im Dezember in Berlin vorbeigeschaut haben, statteten wir der Hauptstadt einen zweiten Besuch ab.
Dieses Mal waren die Evangelische Schule Berlin Zentrum und das Porsche Digital Lab unsere Anlaufstellen. Beide Einrichtungen waren überaus interessant!


Direkt am Montag besuchten wir die Schule um dort unsere digitalen Lernmethoden vorzustellen aber auch (wie üblich) zum Daten sammeln.

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Allgemein kann man sagen, dass wir hier einem äußerst interessanten Schulkonzept entgegenstanden. An der Evangelischen Schule Berlin Zentrum steht vor allem das selbstorganisierte und individualisierte Lernen im Mittelpunkt. Die Schüler arbeiten in Lernbüros zu den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Natur und Gesellschaft. Hierbei können sie selber entscheiden was sie wann und wie sie es lernen wollen. Somit ist Individualisierung in Bezug auf Zeitintensität pro Fach, Komplexität und die Beziehungen im Unterricht möglich. Die Zeitpunkte für die jeweiligen Leistungsnachweise können selbst gewählt werden. Dies führt zu einer Steigerung der Autonomie und somit in vielen Fällen auch der Motivation. Als Hilfestellung für diese selbstständige Form des Lernens erhalten die Schüler ein Logbuch.

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Wir waren begeistert von diesem Gegenpol zum Frontalunterricht. Vor allem durch das hohe Maß an Selbstständigkeit konnten wir uns deshalb auch besonders gut die Verwendung von digitalen Lernmedien vorstellen. Denkt man zum Beispiel an reines Virtual Reality, so stellt man schnell fest, dass der Benutzer von seiner Umgebung weitestgehend isoliert ist. Durch den Einbau solcher Technologien in Lernbüros würde dieser kurzzeitige Verlust der sozialen Interaktion jedoch kein Problem darstellen. Wir konnten uns hier also eine ähnliche Verwendung wie im Skills Lab der Universität Ulm vorstellen.
Neben sehr gutem und nützlichem Feedback von den Schülern, bekamen wir hier auch die Möglichkeit uns ziemlich differenziert mit den Lehrern über die Integrierung neuer Techniken zu unterhalten.


Im Porsche Digital Lab schenkte uns das gesamte Team ein wenig Zeit, um unsere Ideen zu diskutieren und uns auch einen kleinen Einblick in die jeweiligen Arbeitsbereiche zu genehmigen.

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Um es kurz zu fassen fungiert das Digital Lab als Plattform für den Dialog und die Kooperation mit Technologie-Unternehmen, Start-Ups und der Wissenschaft. Ziel ist es dabei möglichst flexibel und schnell neue Informations-Technologien zu identifizieren und zu testen. Wer sich fragt, warum man das Lab nicht in Nähe des Porschesitzes in Stuttgart-Zuffenhausen platziert hat, wird die Antwort in Berlins wachsender Start-Up-Szene finden. Ein weiterer Faktor für die geographische Trennung zum Hauptsitz ist gegeben Falls auch die daraus entstehende Unabhängigkeit und die somit resultierende Spontanität beim „ausprobieren“. Dies ist von besonders großer Bedeutung, wenn man sich die Dynamik der IT-Branche im Hinterkopf behält. Neben VR-Technik für den Fahrzeug-Vertrieb, war für uns auch die Verwendung von Virtual-Reality in der Ausbildung besonders interessant. Durch Visualisierungen beziehungsweise VR-Applikationen zu verschiedenen Fahrzeugtypen könnte man hierbei viel umfassendere Kenntnisse von Mitarbeitern in Bezug auf die gesamte Produktpalette schaffen.

Man merkt also schon: Es gab sehr viele interessante Ideen und Ansätze zu entdecken!


Am Freitag reisten wir aus Berlin ab. Es geht wieder in den Süden, um genauer zu sein nach München. So viel sei verraten: Neben Virtual und Augmented Reality ist natürlich auch Mixed Reality ein vielversprechendes Werkzeug für das Bildungswesen.

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