REFLEXION UND AUSBLICK

Als wir unser Projekt begannen war unsere erste Intention europaweit Schülern digitale Lernmedien näher zu bringen und unsere regionalen technischen Errungenschaften wie zum Zeitalter des Uhrenträgertums zu verbreiten. Doch desto mehr wir an dem Projekt feilten, fiel uns auf, dass eine solche Reise noch viele weitere Auslegungsmöglichkeiten hat. So manifestierte sich der Wunsch Teil des politischen und gesellschaftlichen Dialogs zu werden und auch aktiv etwas zur Weiterentwicklung des Bildungswesens beizutragen. So entwickelte sich zum Beispiel aus unserem Plan Präsentationen an Schulen abzuhalten, sich schnell der Wunsch qualitative als auch quantitative Daten zu sammeln, um diese später in einem abschließenden Bericht aufzubereiten. Um unsere Standpunkte in eine Diskussion um digitale Lernmedien zu integrieren konnten wir sehr aufschlussreiche Gespräche bei der katholischen Kongregation für Bildung oder auch im Bundestag führen. Neben dem Dialog in solchen Einrichtungen versuchten wir aber auch Lehrer und Schüler für den Diskurs zu motivieren. Denn die wichtigsten Meinungen kommen immerhin von den späteren Nutzern solcher Techniken. Im Kontext unseres abschließenden Berichtes war es uns möglich mehrere hundert Schüler und zahlreiche Lehrer zu digitalen Lernmedien und der Transformation des Bildungswesens zu befragen. Die Daten waren aufschlussreich. Wir werden unser Bestes geben Sie angemessen auszuwerten.
Weiterhin schafften dank dem großartigen Einsatz unserer Kooperationspartner auch den Sprung über den Atlantik. In den USA angelangt wurde uns nach hartnäckiger Kommunikation auch Zutritt zu Einrichtungen wie der UC Berkeley, der Harvard Graduate School of Education oder dem Massachusetts Institute of Technology gewährt. Besonders interessant hierbei war die Tatsache, dass auch wenn viele Fragen an die Schüler unseren Erwartungen gemäß beantwortet wurden, viele Schüler aber auch schon enorm viel Reflexionsvermögen beim Diskurs über die Technik zeigen konnten. Wir wollen also nochmals betonen, dass ein Open Social Innovation Process einen enorm großen Mehrwert für die jeweiligen Entwickler bieten kann. In Bezug auf unser Sammeln von Daten müssen wir vor allem mit unseren Daten aus den USA ein wenig differenzierter Umgehen, da die Diskrepanz bezüglich des Digitalisierungsgrades, aber auch der allgemeinen Schulwege zwischen US-amerikanischen und deutschen Schulen, doch relativ groß war. Dies könnte die Auswertung ein wenig erschweren, sind aber dennoch wichtige Erkenntnisse für uns.

All diese Ziele und Wünsche spielen in unserem Projekt eine große Rolle. Viele konnten wir auch in angestrebten Maß während der Reise bereits umsetzten. Um aber dem eigentlichen Grundgedanken – zu einer gesellschaftspolitischen Diskussion beizutragen – gerecht zu werden, geht das Projekt selbstverständlich weiter.